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Kuba ergrünt mit LED

Mit Maßnahmen wie dem Austausch herkömmlicher Glühbirnen durch energiesparende LED-Leuchten will Kuba in den kommenden Jahren Energie sparen und seine Abhängigkeit von Ölimporten verringern. Geplant ist, 13 Millionen Lampen in Privathaushalten sowie die gesamte öffentliche Straßenbeleuchtung umzurüsten. Zudem sollen zwei Millionen Elektroherde in den Haushalten durch Induktionsherde ersetzt werden.

Bislang ist Kuba, wie die meisten Karibikstaaten, extrem abhängig von fossilen Brennstoffen. Nur knapp fünf Prozent seines Stroms gewinnt das Land aus erneuerbaren Quellen. Im Jahr 2030 sollen 24 Prozent der Gesamtenergie regenerativ erzeugt werden. Dazu hat sich Kuba im Rahmen des Pariser Klimaabkommens verpflichtet.

Neben Energiesparmaßnahmen ist daher auch der Bau von Wind- und Solarparks geplant, ebenso von kleinen Wasserkraftwerken und von Biomassekraftwerken, in denen Zuckerrohr- und Holzabfälle verwertet werden. Zudem sollen auf den Dächern von Haushalten und Industrie Solarthermie-Anlagen zur Wassererwärmung installiert werden.

Auch Kuba wird vom Klimawandel hart getroffen. In den Tabak-Anbaugebieten für Havanna-Zigarren, die zu den wichtigsten Devisenbringern gehören, häufen sich die Wetterkapriolen. Die Niederschlagsmuster verändern sich, Klimastudien sagen einen Rückgang der Ernten in einigen Jahrzehnten voraus.

Auch dass die Stärke von Wirbelstürmen wahrscheinlich zunehmen wird, stellt Kuba vor riesige Probleme. Zuletzt richtete im September mit „Irma“ der stärkste je in der Karibik registrierte Sturm schwere Schäden an. Böen mit bis zu 250 Stundenkilometern zerstörten Häuser, Straßen, Brücken und Stromleitungen und rissen ganze Bäume aus. Vor allem in den nördlichen Provinzen Villa Clara und Matanzas waren die Schäden in der Landwirtschaft und durch Überschwemmungen enorm.