Mit der Villiger Green Tube Brasil erhält man eine durchaus rauchbare Zigarre für eher kleines Geld. Sie kommt in einem Aluminiumtubus daher, womit sie sich wohl nicht zuletzt von den ganz billigen Zigarren unterscheiden will. Im Tubus ist sie aber noch in eine Cellophanhülle verpackt.

Im Netz findet sich die Behauptung, dass das Deckblatt aus Bandtabak bestehen würde. Dem Augenschein nach ist dies aber nicht richtig, sondern es handelt sich um eine richtige Capa aus Tabak, der aus der brasilianischen Region Arapiraca stammt, und die farblich als maduro angesprochen werden kann. Vom Format her ist die Zigarre eine Corona. Natürlich handelt es sich in dieser Preisklasse um einen maschinell gefertigten Shortfiller. Die Einlage besteht vor allem aus Brasil, wobei ein kleiner Anteil karibischer Tabake und Havanna enthalten ist.

Beim Rauchen unterscheidet sich die Villiger Green Tube Brasil deutlich von den schlimmen, ganz billigen Zigarren, wie sie früher alte Männer in noch älteren Kneipen rauchten und die auch heute noch da und dort erhältlich sind. Ich probierte sie zu meinem Lieblings-Bourbon Four Roses und war recht zufrieden mit dieser Zigarre. Im Netz fand ich an einer Stelle die Rauchdauer mit einer guten halben Stunde angegeben. Bei mir brannte sie jedoch deutlich länger, nämlich etwa eine Stunde.

Ich habe die Villiger Green Tube Brasil in einer Dreierpackung gekauft, sie wird aber auch einzeln und in Zwölferpackungen angeboten. Sie hat einen guten Zug, ist nicht übermäßig stark und eignet sich auch nicht zuletzt deswegen für Anfänger, weil sie bereits fertig beschnitten geliefert wird. Also durchaus eine Zigarre, die (nicht nur) ein angehender Afficionado einmal probieren kann.

Die Villiger Green Tube Brasil gehört zu der Tube-Serie von Villiger. Zu dieser gehören noch drei weitere Zigarren, die in schwarzen, blauen und roten Tuben geliefert werden. Alle vier Varianten kosten zwei Euro pro Stück und sind einzeln, in Dreier- sowie in Zwölferpackungen lieferbar.