Cohiba besteht ausschließlich aus natürlichem Tabak

Die kubanischen Tabakerzeuger hoffen, in diesem Jahr über 32.000 Tonnen des aromatischen Blattes zu ernten

 
 
 

Der Präsident der Unternehmensgruppe Kubanische Tabake (Tabacuba), Justo Luis Fuentes Díaz, teilte in einer Pressekonferenz mit, dass das Veto gegen den Verkauf des kubanischen Tabaks Cohiba in Brasilien aufgehoben wurde

Der Präsident der Unternehmensgruppe Kubanische Tabake (Tabacuba), Justo Luis Fuentes Díaz, teilte in einer Pressekonferenz mit, dass das Veto gegen den Verkauf des kubanischen Tabaks Cohiba in Brasilien aufgehoben wurde.

Fuentes bezog sich auf die Aussagen des Generaldirektors des Habanos-Importeurs Emporium Cigars aus Brasilien, Fernando Teixeira, die dieser gegenüber Sputnik geäußert hatte und in denen er erklärt: „Die Nationale Gesundheitsüberwachungsbehörde (Anvisa) hat sich bei der Analyse der Formel der Cohiba-Zigarren geirrt und die Situation ist inzwischen geregelt.“

Am 1. Juli hatten die brasilianischen Medien das kommerzielle Verbot des kubanischen Tabaks der Marke Cohiba für Brasilien verkündet, nachdem Anvisa in den Zigarren einen vermeintlichen Überschuss an Sorbinsäure gefunden hatte, einer organischen Komponente, die als Lebensmittelkonservierungsstoff verwendet wird.

Anvisa hatte den Antrag auf Verlängerung der Registrierung der Marke Cohiba im Mai abgelehnt und 30 Tage Zeit eingeräumt, um alle in den Habanos-Regalen in Brasilien ausgestellten Produkte abzuholen.

Wie von Teixeira bestätigt, hob Anvisa das Verbot auf und genehmigte die Vermarktung des Produkts, „wobei nachgewiesen wurde, dass Cohiba zu 100% natürlich ist, ohne den Zusatz anderer Produkte. Das Vorhandensein anderer Substanzen ist auf den natürlichen Prozess der Aushärtung oder Fermentierung des Tabaks zurückzuführen“.

Teixeira erklärte auch, dass das Problem in der Auslegung einer Gesetzgebung in Bezug auf die Zigarettenindustrie beruhe, in der als „Aromen“ bezeichnete Geschmackszusätze verwendet werden, daher der Irrtum bei den kubanischen Zigarren.

Die Marke Cohiba ist international anerkannt und wird in allen Ländern gehandelt außer in den USA, wo ihr Verkauf durch die seit fast sechs Jahrzehnten gegen Kuba verhängte Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade verboten ist.

Der Präsident der Tabacuba-Gruppe berichtete, dass der Fehler habe erkannt werden können und dass das Prozessieren kubanischen Tabaks vom Saatbett über die Plantage bis zum Export der Zigarre zu 100 % natürlich sei.

Der kaufmännische Vizepräsident der Habanos SA, Leopoldo Cintras González, fügte hinzu, dass das Jahr 2018 hinsichtlich der kommerziellen Ergebnisse ein beispielloses Jahr für das Unternehmen gewesen sei.

„Wir haben in der Phase 537 Millionen Dollar bei einem Wachstum von 7 % im Vergleich zum Vorjahr bei der aktuellen Preisrate und einem Wachstum von 6 % bei der konstanten Preisrate erzielt“, erklärte er.

Er fügte hinzu, dass rund 450 Millionen Zigarren aus dem Premiun-Segment (ausschließlich von Hand hergestellt) verkauft worden seien. Als die sechs weltweit bedeutendsten Marken zählte er Cohiba, Montecristo, Romeo & Julieta, Partagás, Hoyo de Monterrey und H. Upmann auf.

Neben den kommerziellen Erfolgen, sagte der Geschäftsmann, stelle es eine Quelle des Stolzes dar, „für die Marke mit dem höchsten Anspruch sowie grundsätzlich für alle Tabake der Insel die maximale Qualität beizubehalten“.

Im Kontext:

Europa ist der führende Markt für Habanos mit einem Wachstum von 13 %, gefolgt von Amerika, Ostasien, Afrika und dem Mittleren Osten.

An Ländern ragen – in dieser Reihenfolge – heraus: Spanien, China, Deutschland, Frankreich, die Schweiz, der Libanon und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Quelle: Unternehmensgruppe Tabacuba