Zoll lässt Shisha-Tabak zur Stromgewinnung verbrennen

Shisha-Tabak liegt beim Zollamt in Braunschweig. Drei Tonnen davon wurden nun zur Stromgewinnung verbrannt. Quelle: Zoll Braunschweig

 
 
 

Vier Monate lang lagen drei Tonnen Shisha-Tabak beim Zollamt in Braunschweig herum. Nun hat der Zoll eine Lösung für den zwischenzeitlich schimmelnden Tabak gefunden: Er hat ihn einfach verbrennen lassen – und damit sogar Strom erzeugt.

Braunschweig. Der Zoll hat drei Tonnen Wasserpfeifentabak verbrennen lassen, um daraus Strom zu gewinnen. Der vor knapp vier Monaten sichergestellte Tabak schimmelte, wie das Hauptzollamt Braunschweig am Dienstag mitteilte. Daher landete das Kraut nicht wie vorgesehen in Shisha-Pfeifen, sondern in einer Müllverbrennungsanlage bei Helmstedt.

Der Tabak war im Juni im Großraum Göttingen sichergestellt und zusammen mit der Fertigungsanlage als Beweismittel gegen den Produzenten aufbewahrt worden. Als der Tabak aber vor sich hin gammelte, sah sich die Behörde gezwungen, zu handeln.

Verbrennung einzige Lösung

Bei illegalen Waren wie unversteuertem „Hinterhofwasserpfeifentabak“ sei die Verwertung schwierig, sodass es nur die Lösung des Verbrennens gegeben habe. Die legalen Teile der Fertigungsanlage wie Betonmischer und Baueimer wurden versteigert.