Tabak genießen: Es gibt mehr als nur Zigaretten!

Durch den Rückgang des Rauchens schwächelt auch der Tabakanbau. Der Einsatz für medizinische Zwecke könnte Verluste auffangen.

 
 
 

Wer Tabak hört, denkt vermutlich direkt Zigaretten oder Zigarren. Doch die Glimmstängel sind bei weitem nicht alles, was die Tabakindustrie zu bieten hat. Seitdem das Rauchen in Gebäuden und an manchen öffentlichen Orten verboten ist, muss man als Raucher schon etwas flexibler werden.

Es gibt jedoch zahlreiche andere Möglichkeiten, um das beliebte Genussmittel zu konsumieren. Besonders alle, die sich mit den aktuell im Trend befindlichen E-Zigaretten nicht so wirklich anfreunden können, sollten jetzt genau zuhören. Wir werfen im Folgenden einen Blick auf einige Alternativen zum Tabakgenuss per Zigarette oder Zigarre.

Snus – die skandinavische Art

Unter dem Namen Snus sind besonders im Raum Skandinavien kleine Säckchen mit Tabak bekannt, die zum Konsum unter die Oberlippe geschoben werden. Auf diese Weise wird das Nikotin vom Körper besonders schnell aufgenommen.

Dieser Nikotin-Kick hat sich auch unter Leistungssportlern herumgesprochen. Zahlreiche Profis konsumieren vor Matches Snus-Tabak, um sich aufzupushen. Im Gegensatz zu Zigarettenrauch entsteht beim Konsum kein Teer, das die Lunge verkleben und die langfristig die Leistungsfähigkeit mindern könnte.

Kautabak – wie im Wilden Westen

Jeder kennt die legendären Western-Filme, in denen die Cowboys genüsslich auf einem Tabakbrocken herumkauen und ihn schließlich in hohem Bogen ausspucken.
Sie müssen sich jedoch nicht auf eine Zeitreise in den Wilden Westen begeben, um Kautabak kaufen zu können. Das Genussmittel ist online und in gut sortierten Tabakgeschäften erhältlich.

Kautabak wird heutzutage häufig mit Aromen versetzt, um mehr Abwechslung zu haben und eine geschmackliche Vielfalt zu erzeugen. Natürlich kann man den Kautabak auch klassisch ohne Aroma konsumieren.

Schnupftabak – besonders beliebt in Deutschland

Bei Schnupftabak handelt es sich um speziell verarbeiteten Tabak, der durch die Nase hochgezogen wird. Damit das überhaupt möglich ist, muss der Tabak besonders fein gemahlen werden und von herausragender Qualität sein.

Schnupftabak wurde früher in Holzfässern über Monate gelagert. Heutzutage ist dies nicht mehr so üblich. Die Herstellung ist inzwischen mit industriellen Verfahren schneller möglich, was sich auch in einem erschwinglichen Preis niederschlägt.

Die deutsche Firma Pöschl ist übrigens Marktführer auf dem Gebiet des Schnupftabaks. Das ist auch kein Wunder. Schließlich sind die Deutschen die größten Konsumenten von Schnupftabak.

Ähnlich wie beim Kautabak wird auch der Schnupftabak mit verschiedenen Aromen angeboten. Besonders Menthol hat sich dabei bewährt. Dieses Aroma sorgt zusätzlich für ein befreiendes Gefühl in den Atemwegen.

Fazit zu den Tabak-Alternativen

Abschließend lässt sich festhalten, dass Tabak nicht abgebrannt werden muss, um ihn zu genießen. Neben Zigaretten und Zigarren gibt es natürlich auch Pfeifen oder Wasserpfeifen, die wir aber bewusst nicht in diese Liste mit aufgenommen haben. Bei den dargestellten Varianten handelt es sich um rauchfreie Alternativen, die z.B. auch in einem Restaurant konsumiert werden können.

Zudem gelten rauchfreie Tabakmittel als etwas weniger gesundheitsschädlich, da viele Giftstoffe (z.B. Teer) erst beim Verbrennen des Tabaks entstehen. Natürlich enthalten die vorgestellten Tabakprodukte aber trotzdem Nikotin.

Wie bei so vielen Dingen im Leben gilt vermutlich, dass die Menge das Gift ausmacht. Moderater Tabakgenuss vermindert die Gefahr, an einer Sucht zu erkranken. Wer Tabak in Maßen konsumiert, wird auch viel eher einen Genussmoment kreieren, anstatt nur ein Verlangen zu befriedigen.