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Das Geheimnis der spanischen Zeder

Das spanische Zedernholz dürfte jeden ernsthaften Aficionado ein Begriff sein. Was weniger bekannt sein dürfte, ist, dass es sich bei dem zugehörigen Baum nicht etwa um eine Nadel- sondern einen Laubbaum handelt.

Die spanische Zeder ähnelt eher einer Esche, denn sie ist gar keine Zeder, sondern ein Laubbaum 

Das für Zigarren so wichtige spanische Zedernholz, aus dem Zigarrenkisten und die innere Verkleidung von Humidoren gebaut werden, stammt von einem Baum, dessen wissenschaftlicher Name „Cedrela odorata“ lautet. Zu allem Überfluss wird sie auch noch je nach Region mit anderen Namen bedacht wie etwa Honduraszeder, Nicaraguazeder oder Tabascozeder, aber auch als Calicedro oder Cedro amargo bezeichnet.

Wie bereits erwähnt handelt es sich dabei um einen Laubbaum, der die immerhin recht respektable Höhe von etwa 35 m erreichen und dabei einen größten Stammdurchmesser von bis zu 3 m aufweisen kann. Dass er unter dem Namen einer Gattung von Nadelbäumen firmiert, liegt am Aussehen seines Holzes, welches dem Zedernholz ähnelt. Etwa um 1900 herum war es üblich, Holzarten weniger nach der botanischen Zugehörigkeit des Baumes, von dem sie stammen, zu benennen, sondern nach ihrem optischen Erscheinungsbild. So kam die spanische Zeder zu ihrem irreführenden Namen, den sie bis heute behalten hat.

Volker Wollny