Mit Hublot zur besten Zigarre der Welt

Der Schweizer Luxusuhren-Hersteller Hublot hat der Fuente Opus X eine exklusive Serie gewidmet. Ein Ausflug in eine Welt von reichen, harten Männern und grossen Gefühlen.

Fuente-Zigarren gehören weltweit zu den begehrtesten Raritäten für Aficionados und sind in Europa nur selten erhältlich. Die Fuente Opus X war die erste Puro ausserhalb Kubas, das heisst ausschliesslich mit Tabaken eines Landes gerollt.

Alle Fuente-Tabake werden auf einer einzigen Plantage, dem Chateau de la Fuente, angebaut und geerntet. Als uns die Nyoner Uhrenherstellerin Hublot, die schon seit Jahren eine Partnerschaft mit der Familie Fuente pflegt, zur Enthüllung einer neuen Hublot-Fuente-Uhr auf ebendieses Chateau Fuente einlädt, können wir natürlich nicht nein sagen.

Macht Musik die Zigarren besser?

Beim Ortstermin in der Fuente-Manufaktur in Santiago, Dominikanische Republik, empfängt uns Carlito Fuente, Chef des Familienunternehmens, überschwänglich. Die Gänge und Treppenhäuser sind vollgestellt mit alten Figuren, Raucher-Memorabilien, Plakaten, Zeitungsausschnitten über die reiche Geschichte des 1912 gegründeten Unternehmens. Daneben aber auch unzählige Gegenstände und Nippes mit eindeutig privatem Hintergrund und ohne erkennbaren Bezug zum Firmenzweck. Hier sind ausgeprägte Nostalgiker am Werk.

In den Produktionshallen dann das erwartete Bild: Unter dem Wind unzähliger Deckenventilatoren und laut beschallt mit Merengue-Musik, sitzen Männer und Frauen jeden Alters an ihren Produktionstischen und drehen Zigarren: Fleissig, konzentriert, jeder Handgriff, jeder Schnitt sitzt. Die Musik ist offenbar mehr als nur Unterhaltung: In jedem Raum werde eine andere Zigarre gedreht – und entsprechend dem Charakter der jeweiligen Zigarre laufe auch in jedem Raum andere Musik, erzählt Carlito enthusiastisch.

Der Grossvater schaut vom Himmel herab

Viele der Zigarrendreher seien seit 20, 30 Jahren im Betrieb, erzählt mir später Lidiana Fuente, die Vertreterin der jüngsten Generation im Unternehmen. Diese Treue sei wohl deutlichster Ausdruck dafür, dass das Unternehmen zu den Mitarbeitern grosse Sorge trage.

Gefragt, was sie antreibe in diesem durch und durch männlich geprägten Business und wohin sie den Konzern dereinst führen wolle, verstummt sie kurz. Alles, was sie wolle, sagt sie dann, sei, dass ihr Grossvater, Carlo Fuente senior, vom Himmel auf sie herabschaue und stolz auf sie sei. Dabei läuft ihr plötzlich ein Tränchen über das makellose Make-up. Sie braucht einen Moment, um sich zu fassen.

Pfauen, Flamingos und viele Männer

Das Chateau Fuente, die Plantage des Fuente-Clans, gleicht einer Serien-Szenerie: inmitten von Feldern und Tabak-Trocknungshallen ein repräsentativer Bau mit stattlicher Allee-Zufahrt. Rundherum prächtige Gartenanlagen, Pfauen, Strausse, Flamingos. Ein Pferdezureiter zieht seine Runden und überall stehen, sitzen oder eilen markige Männer in farbigen Hemden herum. Man weiss nicht: Sind es Securitys, Firmenkader oder bloss Freunde des Hauses?

Und wieder zeigt sich ein Hang zu Geschichten – und das Bedürfnis, diesen Geschichten eine materielle Darstellung zu verleihen: Auf den Wiesen rund um den Besucherpavillon wimmelt es von riesigen Steinbildern, die Stationen aus der Firmen- und Familiengeschichte darstellen – auch der erfolgreichen Partnerschaft mit Hublot ist ein grosses Bild gewidmet.

Im Pavillon wurde eigens der für die Zigarrendreher-Quartiere aus Carlitos Kindheit typische Scherbenboden rekonstruiert. Eine grössere Anzahl Taubenschläge mit Schneewittchen-Motiven ist offenbar der besonderen Vorliebe von Carlitos Mutter für den gleichnamigen Disney-Film geschuldet. Carlito beschreibt und erklärt das alles voller Inbrunst.

Freundschaft mit Ricardo Guadalupe

Dann geht es an die Enthüllung der neusten Hublot-Uhr: Eine sehr exklusive, reich mit Tabak- und Fuente-Motiven verzierte Mini-Serie in drei Versionen, die weltweit 60 sehr angefressene Zigarren-Aficionados glücklich machen wird. Bei der Ansprache packen Carlito dann definitiv die ganz grossen Gefühle.

Der Kopf des grössten familiengeführten Zigarrenkonzerns der Welt erzählt von seiner Männer-Freundschaft mit Hublot-CEO Ricardo Guadalupe. Wie er die Schweiz besuchte und wie ihn die Arbeitsorganisation bei Hublot zu neuartigen Produktionsprozessen inspiriert habe. Ja, und dass er, der einen grossen Teil seiner Kindheit auf dem Schoss von Zigarrendrehern verbracht habe und dessen Familie aus einfachsten Verhältnissen stamme, heute die Macher der besten Uhren der Welt zu seinen Freunden zählen dürfe – das sei etwas vom Grossartigsten überhaupt.

Mit Tränen in den Augen strahlt Carlito ins Publikum. Dass dieses aus über 30 Champagner-gegerbten Lifestyle-Journalisten mit der Empathie-Bereitschaft einer Antiterror-Einheit besteht, kümmert ihn nicht. Er wischt sich die Tränen ab, zieht an seiner Zigarre und freut sich. Über sich, seine Freunde und über seinen Grossvater, mit dem alles angefangen hat.