Neue Studie: Greif lieber zum Joint als zur Kippe – ist besser für deine DNA

Wer ab und an mal einen Blunt rollt, schadet seiner DNA weniger als Nikotin-Jünger!

Erstaunliche 420-News in da House: Laut einer neuen Studie ist Cannabis-Konsum weniger schädlich für die menschliche DNA als Tabak. Das veröffentlichten ForscherInnen nun im wissenschaftlichen Magazin „Translational Psychiatry Journal“.

Jahrzehntelange Forschungen haben bereits gezeigt, dass Gene eine wichtige Rolle dabei spielen, wie Individuen auf bestimmte Medikamente reagieren – und wie wahrscheinlich es ist, dass sie drogenabhängig werden. Es ist auch nichts Neues, dass Drogenkonsum die menschliche DNA vorübergehend oder dauerhaft verändern kann. Verantwortlich ist dafür ein Prozess, der sich DNA-Methylierung nennt: eine chemische Abänderung an Grundbausteinen der Erbsubstanz einer Zelle.

Okay, okay, aber was hat diese DNA-Methylierung jetzt mit Gras oder Drogen im Allgemeinen zu tun?

Ganz einfach: Wenn diese DNA-Methylierung falsch abläuft, steigt das Risiko, an Krankheiten wie Krebs, Lupus oder Muskeldystrophie zu erkranken – und auch das Risiko, dass Kinder mit Geburtsfehlern zur Welt kommen. Drogen- und Alkoholkonsum (aber auch Stress, die falsche Ernährung und bakterielle Entzündungen) können die DNA-Methylierung verändern, wodurch eine größere Gefahr besteht, zu erkranken. Manche dieser Gefahren bleiben dauerhaft, andere sind temporär: Hört man mit dem Rauchen auf, sinkt auch das Risiko an bestimmter Erkrankung zu sterben. Macht Sinn, ne?

ForscherInnen aus Neuseeland haben sich jetzt gefragt: Was ist eigentlich gefährlicher für die menschliche DNA: Cannabis oder Tabak? Klar, beides nicht geil. Aber: Auch wenn Gras durchaus Einfluss auf deine Gene nimmt, sind diese weniger extrem als das, was Tabak in deinem Körper anrichtet. Fazit: Wer hin und wieder mal kifft, gefährdet sein ungeborenes Kind weniger, als jemand, der Kippen raucht.

Es gibt ein großes Aber …

1:0 für Gras, was Gendefekte angeht, die zu Geburtsfehlern führen könnten. Wer jetzt denkt, geil, das ist doch Grund genug, sich gleich mal ein genüsslichen Joint zu bauen: Jein. Denn dummerweise hat die Forschungsgruppe noch etwas anderes herausgefunden. Weed beeinflusst nämlich auch Gene, die gar nicht von Tabak beeinflusst werden. Nämlich die kleinen Dinger, die zum einen für Kardiomyopathie verantwortlich sind (eine Erkrankung, bei der sich die Struktur des Herzmuskels verändert), zum anderen für neuronale Signale (Signalübertragung zwischen Nervenzellen).

Tja und das könnte erklären, warum Cannabis-Konsum das Risiko psychischer Erkrankungen und Herzerkrankungen erhöht. Ob das wirklich miteinander zusammen hängt, müsse aber in einem größeren Rahmen erforscht werden, betonen die ExpertInnen.