Zigarre zum Kulturgut erklärt

Der Zigarettenabsatz in Deutschland ist im Jahr 2018 um 1,9 Prozent auf 74,4 Milliarden Stück zurückgegangen. Dafür legten Zigarren und Zigarollos zu – und zwar um 6,5 Prozent auf rund 3,0 Milliarden Stück. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamt hervor.

Der Zigarettenabsatz in Deutschland ist im Jahr 2018 um 1,9 Prozent auf 74,4 Milliarden Stück zurückgegangen. Dafür legten Zigarren und Zigarollos zu – und zwar um 6,5 Prozent auf rund 3,0 Milliarden Stück. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamt hervor.

Der Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ) betont, dass es sich bei diesen Zahlen nur um den Bezug von Steuerzeichen handelt, der eben nicht den langfristigen, tatsächlichen Absatz widerspiegelt. Gerade bei einem kleinen Nischenmarkt wie dem der Zigarre beeinflussen kurzfristig Entwicklungen überproportional die Statistik, heißt es.

Der Geschäftsführer des BdZ, Bodo Mehrlein, weist auf die langfristige Entwicklung der Versteuerungszahlen hin: „Seit über zehn Jahren reduziert sich der Absatz von Zigarren und Zigarillos einschließlich der niedrigpreisigen Ecozigarillos durch verschiedene finanzpolitische Maßnahmen deutlich. Dazu gehören Maßnahmen wie die Einführung beziehungsweise Erhöhung der Mindeststeuer und die Änderung der Produktdefinition.“

In diesem Zusammenhang macht Peter Wörmann. Vorsitzender des BdZ und selber Zigarrenhersteller, auch noch einmal deutlich: „Zigarren und Zigarillos sind Genussartikel und werden hauptsächlich von Männern gehobenen Alters und meist nur gelegentlich geraucht – ein Jugendschutzproblem liegt bei diesen Produkten also nicht vor. Aus diesem Grunde sollte das Kulturgut Zigarre auch von weiteren strengeren Regulierungsmaßnahmen ausgenommen werden.“